| Google Plus kommt - ein Erfahrungsbericht |
| Geschrieben von: Toni | |||
| Sonntag, den 10. Juli 2011 um 22:40 Uhr | |||
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Knapp 2 Wochen ist das neue Social Network Google+ jetzt online. Bislang hat Google den Ansturm ja absichtlich noch zurück gehalten. Nur für ausgewählte Leute die sich auch wirklich brennend dafür interessieren, hieß es. Und so mag es wohl auch sein, dass sich bislang nur die "Nerds" bei Google+ tummeln. Es war nicht leicht, aber seit gestern zähle ich mich zu den ersten 500.000 Usern die Google+ bereits aufweisen kann. Da mich die Themen rund ums Social Media ja immer brennend interessieren hier ein kleiner Erfahrungsbericht aus meiner ganz persönlichen Sicht:
Die CirclesGoogle+ verlangt von seinen Nutzern, jeden Freund oder sogar jede E-Mail Adresse in sogenannte Circles (Kreise) einzuschließen. Prinzipiell ist das genau das gleiche wie die Gruppierungsfunktion die es auch in Facebook gibt. Bei FB dient das jedoch nur zur Übersicht (wenn man es denn genutzt hat, unübersichtlich genug ist es ja allemal). Bei Google hingegen dienen diese Gruppen auch als gruppierte Nachrichtenempfänger. Das heißt: sendet man eine Kurzmitteilungen, wird man gleichzeitig gefragt, an wen man diese Kurzmitteilungen senden möchten. Das kann der Circle "Freunde", "Bekannte", "Familie" sein oder aber auch komplett an die Öffentlichkeit gehen. Damit greift Google genau dort an, wo Facebook seine Schwächen hat. Und zwar in den Datenschutz. Ob Google in Sachen Datenschutz natürlich eine Weise Weste trägt muss jeder selbst für sich entscheiden. Die Tatsache aber genau darauf abzuzielen, zeigt sich für Google als guter Schachzug, insbesondere nachdem Mark Zuckerberg (der Erfinder von Facebook) gesagt hat, dass das vorhandene Datenschutz-Modell völlig überholt sei. Das ProfilDer Profilbogen ist auf das wesentliche beschränkt (aber inklusive Beziehungsangabe). Eine besonders wichtige Funktion: Ich kann entscheiden wer mein Profil wie sieht. So kann ich bei Freunden alles mögliche anzeigen lassen, bei Leuten von der Arbeitsstelle nur das wichtigste, und öffentlich z.B. nur den Namen. Das überzeugt und vermeidet unangenehme Situationen mit dem Chef. Sehr gut! Oder: "gefällt mir" Die Sparks
HangoutHangout ist das Videochat Tool welches bei Google+ mitgeliefert wird. Mit dieser Funktion hat Facebook ja kürzlich gegen Google+ gekontert. Ob dieses System wirklich so gut ist, dass es sogar Skype ablösen könnte bleibt abzuwarten. Ich würde da eher darauf tippen, dass beide Systeme verwendet werden. Bevor man die Videokonferenz starten kann muss man sich eine kleine Software installieren. Das geht schnell und ohne Probleme von statten. Ich hatte bislang nur eine Videokonferenz, die allerdings von der Qualität recht zu wünschen übrig lies. Das mag aber wohl auch daran liegen, dass mein gegenüber nur per Webstick im Internet war. Von anderen Leuten habe ich bereits gehört dass sich bis zu 8 Personen mehr oder weniger Problemlos so unterhalten können. Sogar ein Youtube Video kann man sich so gemeinsam ansehen. Die StreamsSind im Prinzip die Post von anderen Usern. Die kann man sich feinsäuberlich nach den selbst erstellten Circles sortieren lassen a la: "Zeige mir alle Nachrichten von Freunden". Im Stream selbst können die gängigen Dinge gepostet und natürlich bewertet werten. Also Bilder, Videos und Links. Statt dem "Gefällt mir" Button, gibt’s den +1 Button. Wie oben bereits angesprochen tauchen die eigenen geposteten Beiträge nur bei den Leuten auf, die auch in dem Circle sind in den man diese Botschaft gepostet hat. Kommentarfunktion gibt’s natürlich auch wieder Die AnmeldungBis vorgestern war es für mich recht schwierig überhaupt reinzukommen. Trotz Einladung von einem Freund hat es eine Weile gedauert, bis ich eine entsprechende Nachricht bekommen habe. Wer möchte der möge sich den Google+ RegHelper runterladen. Der prüft den Login-Bildschirm alle 10 Sekunden ob man jetzt rein kann. Ist das der Fall, gibt’s eine entsprechende Audio-Warnmeldung. Bei mir hat es 9 Stunden gedauert. Alternativ könnt ihr mich auch anschreiben (unter Angabe eurer E-Mail Addy), dann gibt’s ne Einladung. Benutzer, und E-MailWas die Benutzer angeht Blick ich zugegebenermaßen noch nicht ganz durch. Man benötigt wohl ein kostenloses Google Konto (hatte ich bereits), mit dem man sich dann für Google+ Anmeldet. Da ich selbst auch Googlemail Intensiv nutze wurden mir direkt mal meine Googlemail Kontakte, insbesondere die E-Mail Adressen als Kontakte für die Circles vorgeschlagen. So habe ich jetzt den Kontakt Amazon in meinem benutzerdefinierten Circle "Geschäfte". Ob Amazon jetzt mal ein richtiger Kontakt wird – keine Ahnung. Versteh ich nicht so ganz. ChatJa, es gibt einen Chat. Aber nur wenn der Kontakt ebenso bereits einen Google+ Account hat, und den Chat aktiviert hat. Ansonsten wird automatisch eine E-Mail versendet. SchnittstellenDa ich bereits das Picasa Webalbum für Bilder verwende, kann ich diese Bilder auch direkt bei Google+ verwenden. War zwar irgendwie zu erwarten, ist aber auf jeden Fall auch nice to have Google+ MobileZusätzlich habe ich mir noch eine Google+ App für mein Android Handy geholt. Hier gibt’s die gängige Funktion zum streamen, also zum Nachrichten online stellen, oder aber auch Bilder hochladen. Zusätzlich gibt’s noch die Möglichkeit mit Leuten zu chatten. Allerdings kamen die Nachrichten mit 15 min Verspätung an. Der Chat ist toll, aber es gibt auch noch Verbesserungsbedarf (Zumal ich den Chat allgemein noch etwas unausgereift finde). DesignGoogle+ ist ähnlich wie Facebook aufgebaut, jedoch etwas schlichter und weniger überladen. Es werden die aktuellsten Nachrichten immer oben angezeigt (und damit meine ich: wenn jemand einen neuen Kommentar schreibt, wird dieser Post wieder nach oben geschoben) FazitMich überzeugt Google+ bereits jetzt und ich werde mich in Zukunft vermehrt damit beschäftigen. Auch wenn das neue Social Network bereits jetzt über 500.000 Benutzer hat bleibt es wohl sehr fraglich ob Google jemals Facebook das Wasser in Sachen Benutzeranzahl reichen kann. Vermutlich werden sich viele einfach sagen: "warum sollte ich wechseln? Ich habe bereits alle meine Freunde bei Facebook". Wenn man sich jedoch manchmal den Müll ansieht der oftmals bei Facebook gepostet wird, dann ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert mal bei Google+ rein zusehen. Ich kann es empfehlen, die Entscheidung obliegt natürlich jedem selbst
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Ein weiteres neues Tool sind die sogenannten Sparks. Hier kann man Themen die einen selbst interessieren vormerken. Die selbst gewählten Sparkthemen werden dann auf der linken Seite zur Auswahl angezeigt. Klickt man drauf, sucht Google aktuelle relevante Artikel aus dem Internet. In Prinzip ist das meines Erachtens eine normale Google News Suchseite. Nicht schlecht, aber auch nicht neu und weltbewegend.